Abschied vom roten Fels – auf in die Wüste!
Nach zwei unvergesslichen Tagen in Sedona lassen wir die roten Felsen hinter uns und machen uns auf den Weg gen Süden – hinein in die Weite der Sonora-Wüste. Unser Ziel: Tucson, eine Stadt, die uns nicht nur landschaftlich, sondern auch historisch und spirituell schon einmal begeistert hat… auch wenn wir das zu Beginn gar nicht wussten!
Déjà-vu in der Wüste
Überraschung! Es ist offiziell: Wir sind die besten Wiederholungstäter.
„Du, ich glaube, ich hab gerade ein Déjà-vu“, sagt Reinhold, als wir die Auffahrt zur „Hacienda Del Sol Guest Ranch Resort“ herauffahren. Und tatsächlich – wir waren genau hier schon einmal, vor zwei Jahren! Unbewusst haben wir dasselbe Hotel wieder gebucht. Und ehrlich? Wir freuen uns riesig!

Hacienda Del Sol Guest Ranch Resort – hier sind wir wieder!
Die Hacienda del Sol ist ein kleines architektonisches Juwel. Ursprünglich als Internat für Töchter der High Society erbaut – darunter Namen wie Vanderbilt, Pillsbury und Westinghouse – dient sie heute als luxuriöses Hideaway. Mit ihrem maurischen Stil, der ruhigen Atmosphäre und einem grandiosen Blick auf die Santa Catalina Mountains ist sie der perfekte Ort zum Ankommen und Durchatmen.

Giganten der Wüste –
Saguaro Nationalpark
Kein Aufenthalt in Tucson ohne einen Abstecher in den Saguaro Nationalpark!

Die riesigen, säulenförmigen Saguaros sind die wahren Stars dieser Landschaft – manche über 150 Jahre alt, bis zu 15 Meter hoch und mit einer Würde, die Ehrfurcht weckt. Es dauert Jahrzehnte, bis sie ihre charakteristischen Arme ausbilden – eine echte Lektion in Geduld.
Wir entscheiden uns, die beeindruckende Kulisse bequem über den „Cactus Forest Loop“ zu erkunden – eine 13 Kilometer lange Panoramastraße, die uns zu zahlreichen Aussichtspunkten führt. Immer wieder halten wir an, steigen aus und bestaunen die stille Majestät dieser Wüstenriesen aus nächster Nähe.
Neben den Kakteen begeistert uns auch die Tierwelt: Über 200 Vogelarten leben hier, ihr fröhliches Gezwitscher begleitet uns während der gesamten Fahrt – fast wie ein Soundtrack zur Schönheit der Wüste.
Die Perle der Wüste – San Xavier del Bac
Südlich von Tucson liegt ein weiteres Highlight verborgen: die San Xavier del Bac Mission – auch bekannt als „Perle der Wüste“.
Diese eindrucksvolle Kirche wurde im 18. Jahrhundert während der spanischen Kolonialzeit errichtet und liegt heute im Reservat der Tohono O’odham Nation. Sie ist nicht nur architektonisch beeindruckend, sondern auch voller Geschichte und Legenden.
Ein Geheimnis umgibt den zweiten, unvollendeten Turm. Der Legende nach ereigneten sich beim Bau tragische Unfälle – woraufhin man den Bau einstellte. Seitdem ragt nur ein Turm in den Himmel, was der Mission eine besondere Ausstrahlung verleiht.


Von Kakteen zu Kiefern – Tucson kann auch anders
Nur eine Stunde außerhalb der Stadt führt der Mount Lemmon Scenic Byway von der heißen Wüste in kühle Pinienwälder – ein landschaftlicher Kontrast, der überrascht. Auch der Sabino Canyon lädt zu kurzen Wanderungen ein und zeigt die wilde Seite der Sonora-Wüste – perfekt für kleine Auszeiten in der Natur.
Panda statt Tacos – ein kulinarischer Schlenker
Eigentlich hatten wir gehofft, vor der Mission bei einem der typischen Verkaufsstände etwas Authentisches zu probieren – Native American Frybread oder Tacos vielleicht. Doch heute ist der Platz leer. Macht nichts: Auf dem Rückweg entdecken wir einen Panda Express. Also gibt’s chinesisch-amerikanisches Fastfood – Orange Chicken, gebratener Reis und natürlich Glückskekse. Tucson liefert eben immer wieder Überraschungen.

Auf zu neuen Abenteuern – zurück nach Kalifornien
Nach eindrucksvollen Tagen zwischen Kakteen, kolonialer Geschichte und Wüstenlandschaften heißt es für uns: Bye-bye Arizona! Wir machen uns auf den Weg zurück nach Kalifornien – genauer gesagt ins sonnenverwöhnte Coachella Valley.
Was uns dort erwartet? Palmen, Wärme, ein bisschen Alltag auf Zeit – und natürlich neue Erlebnisse unter der kalifornischen Sonne.