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Die Tempel von Angkor

Ein Tuk-Tuk, Tempelträume und tonnenschwere Wasserwelten

Kambodscha – allein der Klang dieses Namens weckt Fernweh. Für uns bedeutete es: Eintauchen in eine Welt voller Mythen, Jahrtausende alter Steine, herzlicher Begegnungen – und klappriger Tuk-Tuks, ohne die hier buchstäblich nichts läuft!

Zwischen majestätischen Tempelruinen, schwankenden Stelzendörfern und dem faszinierenden Tonlé-Sap-See sammelten wir Eindrücke, die sich tief ins Reiseherz eingebrannt haben. Und obwohl wir schon viel gesehen haben auf unserer Weltreise – Kambodscha hat uns überrascht, berührt und manchmal auch zum Staunen gebracht.

Kommt mit auf eine Reise durch die Vergangenheit eines großen Reiches – und durch den Alltag eines Landes voller Leben!


Tuk-Tuk 

 

Ohne Tuk-Tuk läuft hier gar nichts!

Wir suchten einen Fahrer, der verlässlich ist, uns sicher durch den wilden Verkehr manövrieren kann – und am besten auch noch Englisch spricht.

So lernten wir Mr. Sour Lay kennen. Vom Hotel empfohlen, stand er morgens um Punkt 7:30 Uhr bereit – mit einem Lächeln im Gesicht und seinem quietschfidelen Tuk-Tuk, das uns fortan überallhin brachte.

 

 

„Es gibt wirklich NICHTS, was man auf einem Tuk-Tuk nicht transportieren könnte!“

 


DIE ERSTAUNLICHE VERWANDLUNG DES TONLÉ SAP-SEES! 

 

Von Mai bis Oktober verwandelt sich dieser außergewöhnliche See in ein wahres Naturwunder! Mit Beginn der Regenzeit strömt Wasser aus dem mächtigen Mekong in den See und lässt seine Fläche auf satte 16.000 km² anwachsen – das ist das Fünffache seiner Trockenzeitgröße!

 

Wo jetzt alles grün ist, fließt während der Regenzeit so viel Wasser, dass man mit dem Boot bis nach Phnom Penh fahren kann!

 

Doch das ist noch lange nicht alles: Der überflutete See wird zur Heimat unzähliger Fische – und zählt zu den produktivsten Süßwasserfischereigebieten der Welt! Über zwei Drittel der kambodschanischen Proteinzufuhr stammen aus diesen Gewässern. Kaum zu glauben, oder?

Jetzt, Mitte Januar, ist die Trockenzeit in vollem Gange. Der See hat sich zurückgezogen und hinterlässt weite, grüne Flächen und lehmige Wattlandschaften.

Man braucht schon etwas Fantasie, um sich hier die gewaltigen Wasserflächen des Monsuns vorzustellen – aber wir waren beeindruckt. Die Geschichte allein hat uns fasziniert!


Angkor-Tempel – Zeitzeugen im Land der Khmer 

 

Für Reisende, die in diese Region Kambodschas kommen, ist der Besuch der Angkor-Tempel das absolute Highlight – und auch für uns ein lang ersehnter Moment.

Diese majestätischen Bauwerke, Zeugen jahrhundertealter Geschichte und Kunstfertigkeit, liegen eingebettet im archäologischen Park von Angkor.


 

Angkor Wat

 

Erbaut im 12. Jahrhundert unter König Suryavarman II., wurde Angkor Wat dem Gott Vishnu gewidmet. Es ist nicht nur ein architektonisches Meisterwerk, sondern auch ein Hotspot für Touristen – und offenbar auch für schüchterne, selfiesuchende Götter!


Ta Prohm

Ta Prohm, Ende des 12. Jahrhunderts erbaut, ist dem Hindu-Gott Shiva gewidmet. Die ikonischen Baumwurzeln, die den Tempel umschlingen, machen ihn zu einem grĂĽnen Kunstwerk. Die Natur hat hier definitiv ihr eigenes Design-Team gehabt!


Pre Rup 

Pre Rup – erbaut um 961 n. Chr., ebenfalls Shiva gewidmet – entfaltet bei Sonnenuntergang eine magische Wirkung. Kein Filter nötig!


Preah Khan 

Ein faszinierender Ort, geprägt von buddhistischen und hinduistischen Einflüssen. Hier scheint es, als hätten die Götter eine große spirituelle Disco veranstaltet – alle sind eingeladen zum Tanz!

 

In den ehrwĂĽrdigen Steinen dieser Tempel schlummern Mythen und Geschichten von gigantischen Herrschern, Kriegen, Siegen und unermĂĽdlicher Schaffenskraft.

Und doch – trotz all der Pracht und Macht – endet dieses große Reich im 15. Jahrhundert. Die Tempel überdauern, umhüllt von einer geheimnisvollen Aura, die man spüren kann, wenn man durch sie wandelt.


Banteay Srei

Die „Zitadelle der Frauen“, erbaut um 967 n. Chr., bezaubert mit filigranen Sandsteinreliefs. Ein kleines Juwel der Khmer-Architektur – perfekt für alle, die Großartiges im Kleinen schätzen.


Weitere Zeitzeugen aus Stein

 

Terrace of the Elephants – spätes 12. Jahrhundert.
Bayon Temple – spätes 12. Jahrhundert.
Ta Keo Temple. Erbaut im späten 10. und frühen 11. Jahrhundert.
Die Tempelanlage von Ta Som zu Ehren des Hindu-Gottes Vishnu im späten 12. Jahrhundert errichtet.
Der Tempel entstand im 12. Jahrhundert während der Khmer-Dynastie.

Falsche Freunde 

Bei den Elefantenterrassen begegneten wir einem charmanten kleinen Makkaken – erst niedlich wie ein Plüschtier, dann doch ziemlich direkt darin, uns klarzumachen, dass wir nicht zu seinem Freundeskreis gehören.

 


Siem Reap – Zeit fĂĽr Kultur und herzliche Begegnungen!

 

Wenn ihr je in Siem Reap seid: Bleibt ein paar Tage länger!

 

Wir verbrachten eine Woche hier – was bei manchen Einheimischen für leichte Verwunderung sorgte. Doch für uns war es ein Glücksgriff: kein Stress, stattdessen entspannte Nachmittage in unserer französischen Lieblingsbäckerei, von wo aus wir das bunte Treiben beobachten konnten.

Im Angkor Village Hotel wurden wir bald mit Namen begrüßt – und kamen mit dem Team auf wunderbar herzliche Weise ins Gespräch.

Unser Tuk-Tuk-Fahrer reichte uns bald zur Begrüßung die Hand – wir erwiderten es auf kambodschanische Weise mit einem ehrfürchtigen Sampeah.


Am letzten Nachmittag gönnten wir uns noch eine wohltuende Fußreflexzonenmassage und verabschiedeten uns mit einem Detox-Smoothie aus Apfel, Karotte und Ingwer.


Fazit:

Ja, es stimmt: Das wahre Herz dieses Landes sind seine Menschen. Ihre Wärme, ihr Humor und ihre Lebensfreude werden uns noch lange begleiten.

 

Jeden Abend: Ein süßes Betthupferl, eine frische Lotusblüte und eine Gute-Nacht-Geschichte – kambodschanische Gastfreundschaft pur.

Ein letztes Tuk-Tuk, ein letzter Tempelblick – und weiter geht’s

 

Nach Tagen voller EindrĂĽcke, bewegender Begegnungen und faszinierender Geschichten heiĂźt es Abschied nehmen von Kambodscha.

Ein Land, das uns mit offenen Armen, ehrlicher Herzlichkeit und tief verwurzelter Kultur empfangen hat – und das mit seinen Tuk-Tuks, Tempelträumen und tonnenschweren Wasserwelten einen festen Platz in unseren Reiseherzen erobert hat.

Doch das Abenteuer geht weiter! Über Singapur nehmen wir Kurs auf den nächsten Abschnitt unserer Weltreise: Willkommen in Western Australia – willkommen in Perth!


Unsere Weltreise geht weiter nach ➡️ Perth – Hyden

 

2 Antworten auf „Die Tempel von Angkor“

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