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Las Vegas

Las Vegas – Sünde, Shows und Schnitzel

 

Las Vegas – Stadt der Illusionen, der Exzesse, der ewig flackernden Lichter.

Wir waren schon viele Male hier und kehren doch immer wieder gern zurück. Ob Märchenschloss, Atomtest oder Deluxe Burger – in dieser glitzernden Oase in der Mojave-Wüste gibt es nichts, was es nicht gibt.


Immer wieder Vegas

Am Spätnachmittag erreichen wir die Spielerstadt – laut, grell, unwirklich. Las Vegas, oft totgesagt, steht immer wieder auf, wie Phönix aus der Asche. Unser erstes Mal war im Dezember 1994. Ein Zwischenstopp auf dem Weg an die Ostküste, Silvester im Hotel Excalibur – was für ein Auftakt in ein neues Kapitel unseres Lebens!

Seither haben wir unzählige Erinnerungen gesammelt: die legendären Shows von Siegfried und Roy im „Mirage“ oder „Michael Jackson ONE“ von Cirque du Soleil im „Mandalay Bay“.

Und natürlich: die erfolglosen Versuche, am einarmigen Banditen das große Glück zu finden. Spoiler: Es gewinnt immer das Casino.

 

 


Von Mormonen zur Atombombe

Die Geschichte von Las Vegas beginnt mit den Mormonen – aber richtig Fahrt nahm sie erst in den 1950er Jahren auf. Neben den Bühnenstars der „Rat Pack“-Ära gab es eine ganz besondere Attraktion: Atomtests!

Ja, wirklich. Nur 100 Kilometer entfernt testete die US-Army ihre Bomben – und Las Vegas machte ein Event daraus. Die Handelskammer druckte Atomkalender, Hotels luden zu „Bomb Parties“ mit Atomic Cocktails, und es gab sogar eine „Miss Atomic Bomb“. Heute wirkt das gespenstisch. Damals war es ein Spektakel. Las Vegas nannte sich stolz „Atomic City“.


Einchecken im Bellagio –
oder auch nicht

Heute ist Las Vegas eine Weltausstellung der Hotelarchitektur. Unser Abenteuer beginnt im Bellagio. Das Einchecken dauert – Spring Break lässt grüßen. Doch endlich halten wir die Schlüsselkarten in der Hand!

Wir irren durch Flure, durch Shops, durch Menschenmassen, bis in den „Spa Tower“. Unser Zimmer in der 28. Etage – aber die Tür bleibt zu. Nach mehreren Versuchen geben wir auf. Handy gezückt (zur Not hilft Google Maps auch im Hotel), gehe ich zurück zur Rezeption. Der Fehler: uns wurde eine falsche Zimmernummer gegeben!

 

 

 


Gordon Ramsay – Fluch oder Segen?

Bevor es zum Sightseeing durch die schillernde Hotel-Welt geht, scheint eine Stärkung sinnvoll.Warum nicht ins Gordon Ramsay Burger – das Gesicht des Starkochs lacht von allen Werbetafeln. Doch der Besuch verläuft… holprig.

Nach 40 Minuten Wartezeit, Diskussionen mit der Bedienung und mittelmäßigen Burgern möchten wir zahlen – stattdessen erlässt uns die freundliche Managerin die komplette Rechnung. Versöhnlich, wenn auch unerwartet!

 

 

 


Mini-Globus in Neon – Las Vegas von außen

Las Vegas ist wie ein Freizeitpark für Erwachsene – und der Strip die Hauptattraktion. Innerhalb weniger Blocks spazieren wir am Eiffelturm vorbei, bewundern die Freiheitsstatue, schauen auf römische Paläste, New Yorker Skylines und orientalische Pyramiden. Es ist übertrieben? Natürlich! Aber genau das macht den Reiz aus. Wer braucht schon einen Reisepass, wenn Paris, Manhattan und Luxor nur ein paar Schritte entfernt liegen?

 


Weltreise unter der Klimadecke – Las Vegas von innen

 

Wer sagt denn, dass man für eine Gondelfahrt nach Venedig muss? In Las Vegas reicht ein kurzer Abstecher ins „Venetian“. Auch antike Säulen, marmorne Götter und barocke Kuppeln lassen sich hier ganz bequem im klimatisierten Hoteltempel bewundern. Hier ein künstlicher Himmel, dort ein goldener Brunnen – innen ist Vegas fast noch verrückter als außen. Ein Spaziergang durch Illusionen – spektakulär, übertrieben und absolut sehenswert.

 


The Sphere – Die neue Superkugel von Vegas

Sie sieht aus wie aus einer anderen Galaxie – und genau das will sie auch sein: The Sphere, das neueste Spektakel in Las Vegas, ist Bühne, Leinwand und Leuchtreklame in einem. Mit 20.000 Plätzen und der größten LED-Fläche der Welt verwandelt sich diese leuchtende Kugel Nacht für Nacht in ein hypnotisches Kunstobjekt. Mal ein Baum im Sturm, mal ein glühendes Auge, mal einfach nur ein farbenfroher Wahnsinn – The Sphere ist so Vegas, wie Vegas eben nur sein kann: größer, lauter, verrückter.

 

 


Ein Hauch Heimat im Hofbräuhaus

Bevor wir uns nach einigen Tagen in Las Vegas auf die Weiterreise begeben, gibt’s deutsches Essen – im Hofbräuhaus Las Vegas. Eine nahezu originalgetreue Kopie des Münchner Originals. Weißbier, Dirndl, Holzbank und Oktoberfest-Feeling auf HD-Screens.

Wir entscheiden uns für Schnitzel mit Kartoffelsalat – lieber nichts riskieren. Das Bier zischt, die Brezn sind frisch, die Stimmung angenehm ruhig. Doch dann wird es an einem der Nebentische plötzlich lauter: Eine Runde Schnäpse wird in einem Zug geleert, es wird gelacht, gejohlt – und die Stimmung erreicht ihren Höhepunkt, als eine resolute Kellnerin mit einem flachen Holzbrett antritt und einem „Seppl“ unter großem Applaus krachend den Hintern versohlt. Der Countdown? Natürlich stilecht: „One, two…“ – zack!

Wir hatten von dieser „bayrischen Tradition“ noch nie gehört – aber ja, sie scheint in dieser Las-Vegas-Version des Hofbräuhauses wirklich zu existieren.

Oder, um es mit Barack Obama beim G7-Gipfel in Bayern ganz treffend zu sagen:

„There’s never a bad day for a beer and a Weisswurst.“

 

 


Fazit: Las Vegas – immer wieder, immer anders

Auch wenn wir keine Spieler sind – Las Vegas hat uns in seinen Bann gezogen. Es ist laut, schrill, übertrieben – aber auch faszinierend, lebendig, einzigartig. Und immer wieder neu.

Ob als Zwischenstopp, Abschluss einer Nationalpark-Tour oder Ziel für gutes Essen und skurrile Eindrücke – wir kommen wieder. Denn wie heißt es so schön:

„What happens in Vegas, stays in Vegas.“


Nächster Stopp: ➡️ Hoover Staudamm

 

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