Taormina – ein Tag im Glanz der Antike
Zwischen Meerblick, Mythen und Aperitivo
Willkommen in Taormina – einem Ort, der aussieht, als hätte Fellini persönlich ihn erschaffen: pastellfarbene Häuser, kleine Kirchen, Palazzi mit Patina – und überall dieser Blick. Auf das glitzernde Ionische Meer, auf Olivenbäume, auf den Ätna, der wie eine rauchende Götterlaune über allem thront.
Wir haben leider keine Tage, aber einige Stunden – und die nutzen wir voll aus: Verlaufen uns durch enge Gassen, steigen winzige Treppen hinauf, atmen das Zitronenlicht ein, essen frische Meeresfrüchte und lassen uns treiben. Dolce Vita in Reinform – auch in der Kurzversion.
Taormina wirkt wie Kulisse – und ist es auch. Die Stadt war Drehort der zweiten Staffel von „Der weiße Lotus“ – was ihr einen kleinen Hype beschert hat. Doch sie ist nicht erst seit HBO im Fokus. Schon in der Antike zog sie Menschen an, später Goethe, Wagner, Oscar Wilde – und heute uns.
Die autofreie Altstadt ist wie gemacht für den Müßiggang: kleine Boutiquen, sizilianische Keramik, Cappuccino mit Meerblick. Und dazwischen die ewige Schönheit, die sich an jeder Ecke neu in Szene setzt.
Die Hauptstraße Corso Umberto verbindet Porto Messina und Porto Catania – auf 800 Metern: Kirchen, Palazzi, Mode, Musik, Eis. Und dann öffnet sich plötzlich der Blick – auf die Piazza IX Aprile.

Sie ist das Wohnzimmer der Stadt. Hier treffen sich alle: spielende Kinder, Verliebte, Touristen mit Gelato und Einheimische mit Espresso. Der Blick von hier? Postkarten-Material. Vor allem, wenn der Ätna rosa leuchtet und das Meer zu glitzern beginnt.
Und dann: das antike Theater. Teatro Antico di Taormina.
Ein griechisch-römisches Amphitheater mit einer Kulisse, die alles schlägt – Berg und Meer im Hintergrund, Kultur und Geschichte auf der Bühne. Es wirkt fast surreal, wie dort Steine, Licht und Jahrtausende ineinandergreifen.
Später – etwas erschöpft vom vielen Bergauf und Treppensteigen – belohnen wir uns.
Ein Aperitivo auf der Terrasse des eleganten „The Ashbee Hotel“. Ein Ort wie aus der Zeit gefallen. Umgeben von einem historischen Park. Mit Panoramablick, bei dem einem das Herz ein bisschen langsamer schlägt.
Ein Glas Weißwein, ein paar sizilianische Kleinigkeiten – und dieser Blick.
Die Küste, das Meer, Taormina im Abendlicht. Ein Ort zum Innehalten. Und zum Wiederkommen.
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