Cuba – Wandbilder, Vergangenheit und ein Hauch von Sturm
Nein, wir haben uns nicht verfahren.
Wir sind tatsächlich in Cuba – nicht auf der Karibikinsel, sondern mitten im amerikanischen Herzland: Missouri.
Ein Bundesstaat, tief verwurzelt im Glauben, durchzogen von Highways – und Teil der berüchtigten Tornado Alley.
Im Sommer drohen Wirbelstürme, im Winter Schneefälle, dazwischen: Weite, Felder, Stille – und eben: Cuba.
Die Hauptattraktion: Wände.

Nicht irgendein Putz, sondern Murals – vierzehn an der Zahl, teils haushoch, teils dezent, aber alle mit Seele.
Sie zieren Tankstellen, Mauern, Häuserfassaden und erinnern an die Glanzzeit der Mother Road. Entstanden sind sie nicht erst im Zeitalter von Instagram und Selfies, sondern lange vorher. Als Kunst noch Handwerk war. Und Geschichte auf Mauern geschrieben wurde.

Früher war Cuba ein Ort auf dem Weg – mit Tankstellen zum Auftanken, Diners zum Verschnaufen und Motels für die Nacht. Millionen sind gekommen, geblieben – oder einfach weitergefahren.
Heute ist es ruhiger geworden – nur die Wände reden weiter.


Der Ort wirkt wie ein Standbild der alten Route 66. Still. Ehrlich. Und irgendwie voller Gefühl.
Wir laufen langsam durch den Ort, hören das Knirschen unserer Schritte auf dem Bürgersteig – und denken:
„Nicht alles, was vergeht, verschwindet. Manche Orte bleiben – auf Wänden, in Köpfen, in Geschichten“.
Weiter geht es nach: ➡️ Saint Louis, Missouri
Eine Antwort auf „Cuba, Missouri“
[…] Cuba, Missouri […]