Saint Louis – Abschied von der Mother Road
Es ist Oktober, als wir durch Saint Louis fahren. In der Ferne erhebt sich der „Gateway Arch“, ein silberner Bogen aus Stahl, der hoch über dem Mississippi in den Himmel ragt. Errichtet in den 1960er Jahren, sollte er ein Zeichen des Aufbruchs setzen – eine symbolische Brücke zwischen Ost und West, zwischen Vergangenheit und Zukunft. Ironischerweise fiel seine Errichtung genau in jene Zeit, in der Saint Louis wirtschaftlich und gesellschaftlich einen tiefen Abstieg erlebte.

Mit etwas Wehmut nehmen wir hier Abschied von der Route 66. Dieser Straße, die Sehnsucht und Melancholie weckt – und beides am Ende nicht ganz stillen kann. Ein Stück amerikanischer Mythos liegt nun hinter uns. Eine Legende aus Asphalt, Neon und Geschichten, die uns viele Meilen lang begleitet hat.

Während die Route 66 weiter nach Norden führt und in Chicago endet, biegen wir Richtung Osten ab – nach Maine. Es klingt, als wären wir schon fast am Ziel, aber tatsächlich liegen noch rund 2.200 Kilometer vor uns. Wir müssen uns erst daran gewöhnen, ohne die Route weiterzufahren. Schon jetzt fehlt sie uns.

Ein Teil dessen, was die USA so besonders macht, ist ihre Vielfalt. Fünfzig Bundesstaaten, jeder mit eigenen Gesetzen, unterschiedlichen Landschaften, Kulturen und sogar eigenen Spitznamen. Diese Spitznamen erzählen von der Geschichte eines Staates, seinen Wahrzeichen, seinem Klima oder seinen Menschen.
„Vielleicht liegt die Wahrheit dieser Wege darin, dass man sie hinter sich lässt – und trotzdem nie ganz verlässt.“
Für uns endet die Route 66 hier – wir fahren über Indiana weiter nach Ohio
➡️ Cheektowaga oder Platz des Wildapfelbaumes
Eine Antwort auf „Saint Louis, Missouri“
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