Bayern – ein Stück Heimat, das man auch als Gast spürt

Ein bayerisches Zuhause, das selbst Gäste willkommen heißt.
Manche Orte besucht man einmal. Andere schließt man immer wieder in sein Herz.
Bayern gehört für uns zu diesen besonderen Orten. Nicht laut, nicht aufdringlich – aber voll Wärme, Weite und Geschichten.
Alle Wunder Bayerns in ein paar Tagen oder Wochen zu erleben, kann etwas schwierig sein. Deshalb kommen wir wieder und wieder in dieses vielseitige Bundesland im Süden Deutschlands. Und – ich habe den perfekten Reiseleiter an meiner Seite: Reinhold. Geboren in Hof – in Bayern ganz oben – hat er in München studiert, später in Lenggries gelebt – und kennt Bayern fast wie seine Westentasche.
Bayern zeigt sich in vielen Gewändern: verschneite Winterlandschaften mit knirschendem Schnee und dampfendem Kaiserschmarrn – genauso wie leuchtende Sommerbilder voller Bergseen und Wanderwege. Und weil jede Jahreszeit ihren ganz eigenen Zauber hat, kommen wir immer wieder. Mal mit Wanderschuhen, mal mit Winterjacke – aber immer mit Vorfreude.
Hier eine Auswahl unserer liebsten bayerischen Momente – zwischen Alpenglühen, Kaiserschmarrn und klaren Bergseen.
Unser Favorit – der Tegernsee

Tegernsee – ein Ort für alle Jahreszeiten. Ob stiller Wintermorgen oder goldener Herbstnachmittag, dieser Blick berührt immer wieder aufs Neue.
Immer wieder zieht es uns hierher.
Im Hotel Tegernsee oder im Althoff Seehotel Überfahrt gönnen wir uns gelegentlich ein paar Tage Auszeit – mit einem Hauch von Luxus.

Majestätisch über dem Tegernsee: Das Hotel Das Tegernsee – Rückzugsort mit Aussicht.
Lichterzauber am Tegernsee – das Althoff Seehotel Überfahrt als Rückzugsort für besondere Momente.
Wir bummeln durch Rottach-Egern, besuchen die Käsemanufaktur, beobachten Paragleiter am Himmel und machen Fahrten ins wunderschöne Umland. Besonders empfehlen können wir das Mittagessen in Kaltenbrunn – mit traumhaftem Blick auf den See.

Almdudler-Charme mit Aussicht – bayerischer Humor trifft Seepanorama.
Und danach? Ein Abstecher zum Winkelstüberl am Schliersee. Kuchen und Torten so groß, dass selbst unsere amerikanischen Freunde Linda und CJ beeindruckt waren – und das will etwas heißen.
Mit diesen Freunden haben wir auch eine Bayerntour zu den berühmten Schlössern unternommen – dazu aber bald mehr in einem separaten Beitrag.

Das legendäre Winkelstüberl – wo die Torten größer sind als die Teller.

Blick wie ein Bayernkönig – mit Coke Zero statt Krone.
Querfeldein zur Hütte – oder: Reinhold, der Bergführer

Querfeldein zur Hütte – und zurück mit nassen Füßen und einer Geschichte mehr.
Manchmal allerdings wird aus einem einfachen Spaziergang auch ein kleines Abenteuer – vor allem, wenn Reinhold entscheidet, dass es „da hinten noch spannender aussieht“. So passiert bei einem Winterspaziergang in der Nähe der Moni Alm: Tief verschneite Wiesen, ein schmaler Pfad, Reinhold vorneweg – und plötzlich der Plan, abseits des Weges zu einer verlassenen Hütte zu marschieren.
Ich stapfe hinterher. Und plötzlich: Nässe, Einsinken, Panik. Ich stecke im Schnee – und darunter in einem morastigen Untergrund. „Reinhold!“, rufe ich, „Hilf mir!“
Er dreht sich um, grinst und meint nur: „Du glaubst doch nicht, dass ich jetzt zurückkomme?“
Mit Mühe rette ich mich selbst – nass, schmutzig, frierend. Aber immerhin: Ich komme wieder auf festen Boden und zurück zum Auto.
Sein abschließender Kommentar: „Auf einen Kaiserschmarrn zur Moni kann ich dich jetzt bestimmt nicht mehr einladen – oder?“
Was soll ich sagen? Ich hab’s ihm verziehen – aber Kaiserschmarrn gab es nicht mehr.
Nach diesem kleinen Ausflug ins winterliche Abenteuer kehren wir zurück zur bayerischen Bilderbuchlandschaft.

Mein Lieblingsplatz am Kochelsee – hier tankt nicht nur das Herz Ruhe.

Sommer auf dem Kochelsee – still, leicht und weit.
Wandern rund um Spitzingsee & Sylvensteinsee – Natur, Ruhe und ein bisschen Abenteuer
Besonders lieben wir unsere Touren rund um den Spitzingsee. Ob gemütlicher Spaziergang oder kleine Wanderung – der Rundweg bietet traumhafte Ausblicke und stilles Naturerleben zu jeder Jahreszeit. Auch der Sylvensteinsee gehört fest zu unserem Bayern-Programm: türkisfarbenes Wasser, einsame Pfade – und ein Panorama, das nie langweilig wird.
Der Sylvensteinsee – Postkartenmotiv mit echter Wirkung.
Weitere Lieblingsorte
Jede Reise nach Bayern bringt neue Entdeckungen. Wir lieben Murnau mit seinem künstlerischen Erbe, den Kochelsee und das idyllische Garmisch. Auch der Starnberger See mit dem kleinen Schloss Possenhofen, in dem Sisi ihre Kindheit verbrachte, zieht uns immer wieder an. Und dann ist da noch Mittenwald – ein Ort, der so besonders ist, dass er einen eigenen Abschnitt verdient.
Bayern wie aus dem Bilderbuch – mit Licht, das Geschichten schreibt.
Bayerisches Postkartenidyll: Boathouse mit Charme am Tegernsee.
Mittenwald – Geigenklang und Bergidylle
Zwischen Wettersteinmassiv und Karwendel liegt Mittenwald – ein Bilderbuchort mit bayerischer Seele. Berühmt für seine Geigenbaukunst und beliebt für die malerische Altstadt mit Lüftlmalerei und Bergblick. Hier ist alles ein wenig langsamer, ein wenig leiser – und genau richtig zum Ankommen.

Von gelebter Tradition zu stiller Erhabenheit – Lüftlmalerei trifft Alpengipfel.
Ein paar Kilometer weiter: Krün und Das Kranzbach

Still, charmant und umgeben von Bergen: Das Kranzbach – ein Ort, der atmen lässt.“
Nur eine kurze Fahrt von Mittenwald entfernt liegt Das Kranzbach – ein stilles Versprechen mitten in der Natur. Letztes Jahr haben wir dort an einem Kurs Meditation für Anfänger teilgenommen. Zwölf Frauen – und Reinhold.
Ob er wusste, worauf er sich einlässt? Vielleicht nicht ganz. Aber mit seiner typisch bayerischen Ruhe und einem unbeirrbaren Blick nach innen hat er sich tapfer geschlagen – zwischen Räucherstäbchen, Klangschalen und jeder Menge weiblicher Energie.
Ein mutiger Mann. Und ein unvergessliches Erlebnis.

Wenn sich Gipfel im Wasser spiegeln – stille Momente mit Weitblick.
Zurück zum Atem – ein Ort für innere Einkehr und stille Kraft.
München – der Anfang und das Ende vieler Reisen
Und natürlich beginnt oder endet fast jede unserer Bayernreisen in München. Die Stadt liegt nicht nur geografisch günstig, sondern bietet uns auch kulturell, kulinarisch und ganz persönlich immer wieder einen wunderbaren Rahmen. Doch München ist mehr als ein Reiseabschnitt – es ist ein Erlebnis für sich. Deshalb bekommt die bayerische Landeshauptstadt demnächst einen eigenen Beitrag. Sie hat es verdient.

München – die elegante Metropole mit bayerischem Herzschlag.
Mit Augenzwinkern: Der Buzi über bayerische Winter-Wellness
Weil Bayern nicht nur für Natur, Schlösser und Bier bekannt ist – sondern auch für seinen einzigartigen Humor, kommt hier ein „Brief vom Buzi“, gefunden in einer Miesbacher Zeitung. Ein Klassiker mit viel Lokalkolorit und einem Augenzwinkern auf die modernen Wellness-Trends.
Liebe Zwoahaxade,
es lebe der Sport, … ma ko’s aber aa übertreib’n
„Der Schmittke, wo ein Millionär,
macht Ski-Urlaub in Val d’Isère.
A bisserl wepsad is er hoid
eahm brennt nix o, eahm werd nix koid.
Um hoibe siebne in der Fruah,
da geht der Wecker, zwecks Rasur.
Um siebne werd dann duscht, eiskoid,
na reißt er ’s Fenster auf mit Gwoid
und ziagt an‘ riesigen Expanda
mit Händ und Nasn auseinanda.
A weni Hupfen mit der Schnur
verschönt die Beinmuskulatur.
Nach fuchzig Liegestütz am Schluss
geht er zum Frühstück voll Genuss.
Weizenklei und Rübensaft,
dees macht schlank und gibt a Kraft
und zur Krönung vo dem Fraß
gibt’s a Ei, derdetscht im Glas.
A bisserl weich hatscht er zum Lift,
der ihn sogleich nach oben hievt.
Auffi fahrt er froh und munter,
recht derloabet kimmt er runter.
Quälend werd der Freizeitspaß
nutzt man den teiren Wochenpass.
Skifahrn is a Hochgenuss,
wenn ma mag, ned wenn ma muss.
Heimgekehrt in die Pension
winkt dem Schmittke reicher Lohn.
Vorbestellt derf er glei schwitzen,
si in d‘ Sauna einsitzen.
Damit’s hernach ned gar so fad,
begibt er sich ins Hallenbad,
schwimmt fuchzig Bahnen auf und ab,
die Luft werd langsam bisserl knapp.
Thermal enteilt er dann der Flut,
zieht vor sich selber noch den Hut
und bei knappe dreißig Grad
besteigt er schnell das Trimm-dich-Rad.
Die Witwe vo mei’m Millionär
macht nie Urlaub in Val d’Isère.“
Ja mei!
Nix für unguad,
Ever Buzi
Und ja – vielleicht ist genau das die Magie Bayerns: ein bisschen Grant, viel Gemütlichkeit und ganz viel Herz.
Ein letzter Blick – Bayerns Natur, wie sie leibt und lebt.
Fazit – Bayern bleibt
Am Ende jeder Reise steht für uns nie ein Punkt.
Sondern ein Komma – denn wir kommen zurück.
Weil wir wissen: Bayern verändert sich mit den Jahreszeiten, mit dem Licht, mit unserer Stimmung.
Und jedes Mal zeigt es uns eine neue Seite – vertraut und überraschend zugleich.
